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Infos zu Entschädigungsleistungen bei Verdienstausfällen

Illustration Covid-19 Virus

Hier finden Sie Informationen darüber, was sich durch das Coronavirus für Menschen mit Behinderungen verändert, die Leistungen vom LWL bekommen.

Aktuelles

Ab Muttertag sind Besuche in Einrichtungen der Behindertenhilfe wieder erlaubt.

Nach fast zwei Monaten Besuchsverbot, dürfen sich Bewohner von Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe auf ein Wiedersehen mit Freunden und Familie freuen. Das NRW-Sozialministerium erlaubt zum Muttertag ab 10. Mai wieder Besuche in Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Zum Schutz der Bewohnerinnen hat das Ministerium Regeln für den Besuch aufgestellt. Die Einrichtungen müssen bestimmte Rahmenbedingungen schaffen, und der Umfang der Besuche ist genau geregelt: Erlaubt ist ein Besuch am Tag von maximal zwei Personen. Alle Besucherinnen müssen eine kurze Überprüfung („Screening“) durchlaufen. Das bedeutet, dass sie vor Ort über die notwendigen Hygienemaßnahmen informiert werden und einen kurzen Fragebogen ausfüllen müssen.

Klicken Sie hier, wenn Sie sich den Musterfragebogen anschauen möchten.

Vor dem Besuch sollten sich Familienangehörige und Freunde mit der Einrichtung in Verbindung setzen. Die Einrichtungen müssen bestimmte räumliche Voraussetzungen schaffen, daher kann eine Terminabsprache notwendig sein.

Die wichtigsten Informationen im Überblick

Durch das Coronavirus stehen viele Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen vor neuen Herausforderungen. In den letzten Tagen haben uns viele Fragen erreicht. Die wichtigsten Fragen und Antworten finden Sie hier.

Hinweis: Viele Fragen kamen von Eltern, die sich um ihre erwachsenen Kinder mit Behinderungen kümmern. Mit „Kind“ sind also erwachsene Kinder oder Angehörige gemeint.

Fragen zum Thema Betreuung

Unsere Antwort

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat am 17.03.2020 entschieden, dass die Tagesstätten wegen des Coronavirus nicht mehr betreten werden dürfen. Ziel ist es, die Gesundheit der Menschen mit Behinderung durch Reduzierung von Kontakten zu schützen.

Unsere Antwort

Ja, es steht Ihnen frei, Ihre Kinder vorübergehend in Ihrem Haushalt zu betreuen. Die Finanzierung der Wohnbetreuung bleibt erhalten.

Unsere Antwort

Ja, die Finanzierung ist gesichert, wenn Ihr Kind während der Krise häufiger als 28 Tage nicht in der Wohnform anwesend ist.

Unsere Antwort

Die Mitarbeiterinnen und  Mitarbeiter der Werkstätten (WfbM) und der Tagesstruktur sollen und dürfen auch in der besonderen Wohnform betreuen. Der LWL und die Werkstätten und Tagesstruktur haben das so besprochen. Wie die Unterstützung erfolgt, klärt die Werkstatt oder Tagesttruktur mit der Wohnform. Wenden Sie sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohnform oder an den LWL.

Fragen zum Thema Betreutes Wohnen

Unsere Antwort

Ihr Anbieter kann auch telefonisch mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Wenn Sie elektronische Medien, wie Facetime oder Skype haben, geht auch das.

Unsere Antwort

Ja, Ihr Betreuer oder Ihre Betreuerin kann für Sie Besorgungen machen, die sie normalerweise gemeinsam machen. Dafür bekommt der Betreuer oder die Betreuerin dann auch das Geld.

Unsere Antwort

Nein, damit müssen Sie nicht rechnen. Der LWL geht davon aus, dass Sie nur wegen der Corona-Situation weniger Unterstützung benötigen. Danach können Sie die benötigten Stunden wie gewohnt in Anspruch nehmen.

Fragen zum Thema Assistenz

Unsere Antwort

Arbeitsverträge zwischen Eltern und Kindern oder zwischen Geschwistern sind nicht vorgesehen. Besprechen Sie die Möglichkeiten bitte mit Ihrem Ansprechpartner beim LWL. Der LWL wird Sie bei einer Lösung unterstützen.

Unsere Antwort

Wenn Sie die Regeln des Arbeitsschutzes berücksichtigen, können Sie andere als die üblichen Arbeitszeiten vereinbaren. Besprechen Sie die Möglichkeiten bitte mit Ihrem Ansprechpartner beim LWL. Der LWL wird Sie bei einer Lösung unterstützen.

Unsere Antwort

Honorarkräfte sind für Assistenzen nicht vorgesehen. Besprechen Sie die Möglichkeiten bitte mit Ihrem Ansprechpartner beim LWL. Der LWL wird Sie bei einer Lösung unterstützen.

Unsere Antwort

Wichtig ist, dass Sie Ihre notwendige Unterstützung bekommen. Sie haben auch andere Möglichkeiten eines Ausgleichs, zum Beispiel Betriebsausfallversicherung, Kurzarbeit, Leistungen nach dem Infektionsschutzgesetz und Programme des Bundesministeriums. Bitte informieren Sie sich darüber. Der LWL kann zunächst mehr Geld bezahlen, damit Ihre Unterstützung sicher ist. Wenn Sie von anderen Stellen Gelder bekommen, müssen Sie die zusätzlichen Leistungen vom LWL zurückzahlen.

Fragen zum Thema Integrationshilfe

Unsere Antwort

Ihr örtliches Sozialamt oder Jugendamt ist für diese Leistung zuständig. Bitte erkundigen Sie sich dort.

Fragen zum Thema Arbeitsleben/Werkstatt

Unsere Antwort

Nein, bis zum 30.04.2020 bekommen Sie das Geld weiter. Das Geld (der sogenannte Mehrbedarf für gemeinschaftliches Mittagessen) haben Sie bekommen, weil die WfbM dafür gesorgt hat, dass Sie Mittagessen bekommen. Wenn die Werkstatt auch weiterhin das Mittagessen macht und es zu Ihnen liefert, müssen Sie auch weiterhin dafür bezahlen. Dann bekommen Sie auch den Mehrbedarf weiter. Wie es ab Mai weitergeht, wird noch geklärt.

Wenn Sie mehr Informationen zum Thema Arbeit lesen möchten, klicken Sie hier.

Unsere Antwort

Ja, das wäre gut. Die Werkstätten melden Coronavirus-Fälle dann dem LWL.

Wenn Sie mehr Informationen zum Thema Arbeit lesen möchten, klicken Sie hier.

Unsere Antwort

Menschen mit Behinderung, die in Werkstätten arbeiten, erhalten einen Werkstattlohn. Die Werkstätten müssen den Werkstattlohn, den sie an die Menschen mit Behinderung zahlen zuerst verdienen. Deshalb bearbeiten die Werkstätten Aufträge, zum Beispiel werden Teile montiert oder es wird im Garten gearbeitet.

Im Moment werden keine oder sehr wenige Aufträge bearbeitet. Die Werkstatt ist geschlossen. Hierfür durfte die Werkstatt aber Geld sparen. Soviel Geld, dass die Werkstatt den Werkstattlohn für sechs Monate zahlen kann, auch wenn keine oder sehr wenige Aufträge bearbeitet werden können. Das nennt man Ertragsschwankung.

Wenn beim Werkstattlohn etwas geändert werden soll, muss der Werkstattrat zustimmen. 

Wenn Sie mehr Informationen zum Thema Arbeit lesen möchten, klicken Sie hier.

Sonstige Fragen

Unsere Antwort

Persönliche Gespräche dürfen im Moment nicht stattfinden. Sie können aber auf jeden Fall einen Antrag stellen. Wenn eine Unterstützung bereits jetzt während der Corona-Situation beginnen muss, werden Sie sie auch bekommen. Der LWL wird telefonisch mit Ihnen Kontakt aufnehmen oder Unterlagen von Ihnen anfordern. Er wird die notwendige Unterstützung auch in der jetzigen Situation klären.

Unsere Antwort

Wenn persönliche Kontakte zur Zeit nicht möglich sind und die Leistung auch telefonisch oder noch besser durch elektronische Medien, wie FaceTime oder Skype möglich ist, wird der LWL diese Leistung bezahlen. Besprechen Sie die Möglichkeiten bitte mit Ihrem Ansprechpartner beim LWL. Der LWL wird Sie bei einer Lösung unterstützen.

 

Unsere Antwort

Nein, aktuell finden diese Gespräche nicht statt. Sie bekommen aber trotzdem die notwendige Unterstützung.

Da es sich meistens um eine Notlage handelt, muss über die Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten schnell entschieden werden. Deshalb reicht es, wenn der Leistungserbringer den Unterstützungsbedarf kurz darstellt. Der LWL wird dann über den Antrag entscheiden.

 

Unsere Antwort

Nein. Das Wohnheim ist das Zuhause des Bewohners. Neu- und Wiederaufnahmen sind somit möglich.