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Infos zu Entschädigungsleistungen bei Verdienstausfällen

Illustration Covid-19 Virus

Hier finden Sie Informationen darüber, was sich durch das Coronavirus für Menschen mit Behinderungen verändert, die Leistungen vom LWL bekommen.

Die wichtigsten Informationen im Überblick

Durch das Coronavirus stehen viele Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen vor neuen Herausforderungen. In den letzten Tagen haben uns viele Fragen erreicht. Die wichtigsten Fragen und Antworten finden Sie hier.

Hinweis: Viele Fragen kamen von Eltern, die sich um ihre erwachsenen Kinder mit Behinderungen kümmern. Mit „Kind“ sind also erwachsene Kinder oder Angehörige gemeint.

Fragen zum Thema Betreuung

Unsere Antwort

Die Tagesstätten waren vom 18.03.2020 bis zum 10.05.2020 geschlossen. Danach gab es die Öffnungsphase mit abgestimmten Hygienekonzepten. Ab dem 21.09.2020 ist der Normalbetrieb nach Rücksprache mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt wieder angelaufen. Aktuell soll stärker auf lokale Infektionsgeschehen reagiert werden. Falls örtliche Gesundheitsbehörden lokale beziehungsweise regionale Maßnahmen veranlassen und die Leistungserbringung einschränken, sind die erforderlichen Maßnahmen individuell abzustimmen. Hierzu ist unverzüglich Kontakt zum LWL aufzunehmen. 

Unsere Antwort

Ja, es steht Ihnen frei, Ihre Kinder vorübergehend in Ihrem Haushalt zu betreuen. Die Finanzierung der Wohnbetreuung bleibt erhalten.

Unsere Antwort

Ja, die Finanzierung ist gesichert, wenn Ihr Kind während der Krise häufiger als 28 Tage nicht in der Wohnform anwesend ist.

Fragen zum Thema Betreutes Wohnen

Unsere Antwort

Ihr Anbieter kann auch telefonisch mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Wenn Sie elektronische Medien, wie Facetime oder Skype haben, geht auch das.

Unsere Antwort

Ja, Ihr Betreuer oder Ihre Betreuerin kann für Sie Besorgungen machen, die sie normalerweise gemeinsam machen. Dafür bekommt der Betreuer oder die Betreuerin dann auch das Geld.

Unsere Antwort

Nein, damit müssen Sie nicht rechnen. Der LWL geht davon aus, dass Sie nur wegen der Corona-Situation weniger Unterstützung benötigen. Danach können Sie die benötigten Stunden wie gewohnt in Anspruch nehmen.

Fragen zum Thema Assistenz

Unsere Antwort

Arbeitsverträge zwischen Eltern und Kindern oder zwischen Geschwistern sind nicht vorgesehen. Besprechen Sie die Möglichkeiten bitte mit Ihrem Ansprechpartner beim LWL. Der LWL wird Sie bei einer Lösung unterstützen.

Unsere Antwort

Wenn Sie die Regeln des Arbeitsschutzes berücksichtigen, können Sie andere als die üblichen Arbeitszeiten vereinbaren. Besprechen Sie die Möglichkeiten bitte mit Ihrem Ansprechpartner beim LWL. Der LWL wird Sie bei einer Lösung unterstützen.

Unsere Antwort

Honorarkräfte sind für Assistenzen nicht vorgesehen. Besprechen Sie die Möglichkeiten bitte mit Ihrem Ansprechpartner beim LWL. Der LWL wird Sie bei einer Lösung unterstützen.

Unsere Antwort

Wichtig ist, dass Sie Ihre notwendige Unterstützung bekommen. Sie haben auch andere Möglichkeiten eines Ausgleichs, zum Beispiel Betriebsausfallversicherung, Kurzarbeit, Leistungen nach dem Infektionsschutzgesetz und Programme des Bundesministeriums. Bitte informieren Sie sich darüber. Der LWL kann zunächst mehr Geld bezahlen, damit Ihre Unterstützung sicher ist. Wenn Sie von anderen Stellen Gelder bekommen, müssen Sie die zusätzlichen Leistungen vom LWL zurückzahlen.

Fragen zum Thema Arbeitsleben/Werkstatt

Unsere Antwort

Ja, das ist unbedingt erforderlich, um sich selbst und andere zu schützen. Die Werkstätten melden Coronavirus-Fälle dann dem LWL.

Wenn Sie mehr Informationen zum Thema Arbeit lesen möchten, klicken Sie hier.

 

Unsere Antwort

Menschen mit Behinderungen, die in Werkstätten arbeiten, erhalten einen Werkstattlohn. Die Werkstätten müssen den Werkstattlohn, den sie an die Menschen mit Behinderungen zahlen zuerst verdienen. Deshalb bearbeiten die Werkstätten Aufträge, zum Beispiel werden Teile montiert oder es wird im Garten gearbeitet.

Im Moment werden oftmals weniger Aufträge bearbeitet als sonst. Hierfür durfte die Werkstatt aber Geld sparen. Soviel Geld, dass die Werkstatt den Werkstattlohn für sechs Monate zahlen kann, auch wenn weniger Aufträge bearbeitet werden können. Das nennt man Ertragsschwankungsrücklage. Wenn beim Werkstattlohn etwas geändert werden soll, muss der Werkstattrat zustimmen.

Wenn Sie mehr Informationen zum Thema Arbeit lesen möchten, klicken Sie hier.

Unsere Antwort

Für viele Beschäftigte ist die Arbeit in den Werkstätten sehr wichtig. Gleichzeitig ist es wichtig, dass sich so wenig Menschen wie möglich anstecken.

Auch während des Shutdowns bleiben die Werkstätten grundsätzlich geöffnet. Dadurch soll erreicht werden, dass auch Menschen mit Behinderungen weiterhin arbeiten können, wenn das vor Ort möglich ist.

Gleichzeitig kann es aber auch sein, dass einzelne Werkstätten von den Gesundheits- und Ordnungsämter zeitweilig geschlossen werden, wenn zu viele Menschen sich dort infiziert haben.

Damit sich möglichst wenige Menschen anstecken, gilt zunächst bis zum 14.02.2021 folgende Regelung:

Solange es einen Shutdown gibt, können die Beschäftigten und die Werkstätten mehr als sonst entscheiden, wie die Teilhabe am Arbeitsleben stattfinden soll. Dafür gibt es drei Möglichkeiten:

  • Arbeiten in der Werkstatt
  • Arbeiten in der eigenen Wohnung
  • Arbeiten in der besonderen Wohnform

Welche dieser drei Möglichkeiten gewählt wird, erfolgt in Abstimmung zwischen den Werkstätten und den jeweiligen Beschäftigten. Voraussetzung für ein Angebot außerhalb der Werkstätten ist, dass die Werkstätten auch dort weiterhin Arbeit, Anleitung und die notwendige Betreuung sicherstellen.

Wo gearbeitet wird, muss dann auch mit dem Wohnheim oder der ambulanten Wohnbetreuung abgestimmt werden. Das gilt auch, wenn Betreuung erforderlich ist.

 

Sonstige Fragen

Unsere Antwort

Persönliche Gespräche dürfen im Moment nicht stattfinden. Sie können aber auf jeden Fall einen Antrag stellen. Wenn eine Unterstützung bereits jetzt während der Corona-Situation beginnen muss, werden Sie sie auch bekommen. Der LWL wird telefonisch mit Ihnen Kontakt aufnehmen oder Unterlagen von Ihnen anfordern. Er wird die notwendige Unterstützung auch in der jetzigen Situation klären.

Unsere Antwort

Wenn persönliche Kontakte zurzeit nicht möglich sind und die Leistung auch telefonisch oder noch besser durch elektronische Medien, wie FaceTime oder Skype möglich ist, wird der LWL diese Leistung bezahlen. Besprechen Sie die Möglichkeiten bitte mit Ihrem Ansprechpartner beim LWL. Der LWL wird Sie bei einer Lösung unterstützen.

 

Unsere Antwort

Nein, aktuell finden diese Gespräche nicht statt. Sie bekommen aber trotzdem die notwendige Unterstützung.

Da es sich meistens um eine Notlage handelt, muss über die Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten schnell entschieden werden. Deshalb reicht es, wenn der Leistungserbringer den Unterstützungsbedarf kurz darstellt. Der LWL wird dann über den Antrag entscheiden.

 

Unsere Antwort

Nein. Das Wohnheim ist das Zuhause des Bewohners. Neu- und Wiederaufnahmen sind somit möglich.