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Infos zu Entschädigungsleistungen bei Verdienstausfällen

Informationen für LWL-Beschäftigte

(Stand 29.10.2020)

Welche Vorsorgemaßnahmen sollen zum Schutz einer Infektion beachtet werden? Wie ist die betriebliche Vorgehensweise im Verdachts- oder Erkrankungsfall? Was gilt für Veranstaltungen? Der Organisationsstab "Corona-Virus" der LWL-Hauptverwaltung hat verschiedene Informationen zusammengestellt, die laufend erweitert werden.

Für Fragen zum Thema Corona wurde eine zentrale Servicestelle eingerichtet. Diese erreichen Sie über die E-Mail-Adresse corona.kv@lwl.org.
Bei gesundheitlichen Fragen ist stets die Hausärztin bzw. der Hausarzt zu kontaktieren!

Symptome und Übertragungswege

Wie bei anderen Erregern bei Atemwegserkrankungen können Krankheitszeichen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber sowie die übrigen grippetypischen Symptome auftreten. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Es ist davon auszugehen, dass die Übertragung primär über Sekrete der Atemwege erfolgt, also vornehmlich durch Anhusten, Anniesen oder Schmierinfektionen von Sekret über die Hände.

Schutz vor Ansteckungen

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen sollte folgendes beachtet werden:

  • Beachtung der Hust- und Niesetikette – Husten und Niesen nicht in die Handflächen oder in den freien Raum, sondern in die Armbeuge oder ein Einwegtaschentuch.
  • Regelmäßige Handhygiene – Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich 20 bis 30 Sekunden mit Seife, auch zwischen den Fingern. Die Wassertemperatur ist dabei unerheblich, auch kaltes Wasser ist möglich.
  • Vermeiden Sie es, Mund, Nase oder Augen mit den Händen zu berühren, weil auf diesem Weg Viren von den Händen über die Schleimhäute in den Körper gelangen können.
  • Auf das Händeschütteln sollte verzichtet werden.
  • Sofern möglich sollte Körperkontakt vermieden und ein Abstand von etwa ein bis zwei Metern zu anderen Personen eingenommen werden.
  • Große Menschenansammlungen sowie Massenveranstaltungen sollten gemieden werden.
  • Lüften Sie geschlossene Räume drei- bis viermal täglich für jeweils zehn Minuten.

Auftreten von Krankheitssymptomen

  • Bei Auftreten der zuvor genannten Krankheitssymptome oder Kontakt mit erkrankten Personen ist zunächst die Hausärztin/der Hausarzt telefonisch zu informieren. Den Anweisungen der Auskunft gebenden Stellen ist zu folgen.
  • Im konkreten Verdachtsfall ist die Dienststelle umgehend telefonisch zu informieren.
  • Sind Beschäftigte in Folge der Erkrankung arbeitsunfähig, haben sie aufgrund des Gesetzes oder Tarifvertrags einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung, soweit kein Verschulden vorliegt (z.B. Reise in Risikogebiet trotz entsprechender Reisewarnung).

Verdachtsfall im (privaten) Umfeld

  • Bei Auftreten eines begründeten Verdachtsfalls (Definition: siehe https://www.kbv.de/html/coronavirus.php) im (privaten) Umfeld ist die Hausärztin/der Hausarzt telefonisch zu informieren. Den Anweisungen der Auskunft gebenden Stellen ist zu folgen.
  • Im konkreten Verdachtsfall ist die Dienststelle umgehend telefonisch zu informieren.
  • Die Möglichkeit von Arbeit im Homeoffice ist zu prüfen.  Sofern die dienstlichen Aufgaben die Arbeit im Homeoffice nicht zulassen, ist bei symptomfreien Beschäftigten im Einzelfall durch die verantwortliche Führungskraft ggf. nach Beratung durch den betriebsärztlichen Dienst über den Arbeitseinsatz zu entscheiden.
  • Die Beschäftigten dürfen die Arbeit nicht verweigern, weil die Ansteckungsgefahr am Arbeitsplatz oder auf dem Weg dorthin erhöht sein könnte.
  • Gleiches gilt für den Fall, dass Einrichtungen zur Betreuung und Pflege (z.B. Kindertagesstätten und Schulen) geschlossen werden.

Rückkehr aus Risikogebieten nach RKI (http://www.rki.de/covid-19-risikogebiete)

  • Bedienstete, die nach dem Aufenthalt in einem ausgewiesenen Risikogebiet von dort zurückkehren, haben vor Rückkehr an den Arbeitsplatz zunächst beim zuständigen Gesundheitsamt (ersatzweise: bei der Hausärztin/dem Hausarzt) eine Risikoeinschätzung einzuholen. Sofern diese nicht zeitnah zu erhalten ist, können die Beschäftigten für eine Zeitdauer von bis zu drei Arbeitstagen von der Arbeit freigestellt werden. Vor der Rückkehr an den Arbeitsplatz ist die Risikoeinschätzung des Gesundheitsamtes bzw. der Hausärztin/des Hausarztes der Dienststelle telefonisch mitzuteilen. Auch die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Urlaub und P-Zeiten ist hierbei zu prüfen.
  • Sofern eine Wiederaufnahme der Tätigkeit in der Dienststelle aufgrund der Risikoeinschätzung nicht zu verantworten ist, sind Rückkehrer aus Risikogebieten angehalten, soweit möglich in Homeoffice bzw. Telearbeit zu arbeiten. Sofern keine Möglichkeit besteht, eine dieser häuslichen Arbeitsformen einzurichten, ist über die weitere Vorgehensweise in Abstimmung mit der zuständigen personalverantwortlichen Dienststelle zu entscheiden.
  • Erkranken Beschäftigte infolge einer privaten Fahrt in ein vor Reiseantritt ausgewiesenes Risikogebiet am Corona-Virus hat dies den Wegfall des Anspruchs auf Entgeltfortzahlung zur Folge.
  • Darüber hinaus gelten für „Reiserückkehrer*innen aus Risikogebieten“ verschärfte Verhaltenshinweise, die Betretungsverbote für sensible Bereiche (z. B. für Schulen oder Pflegeeinrichtungen) beinhalten, die auch den LWL betreffen (-> s. auch: https://www.mags.nrw/sites/default/files/asset/document/gesundheit_fortschreibung_der_erlasse_15._und_17.03.2020_kontaktreduzierende_massnahmen_200317.pdf)

Dienstreisen und Dienstbesprechungen

Falls der Zweck einer Dienstreise oder Dienstbesprechung ebenso gut telefonisch oder per Videokonferenz erreicht werden kann, sind diese Verfahren bevorzugt zu nutzen. Bei dienstlich erforderlichen Reisen und Besprechungen sind die erforderlichen Hygiene-und Infektionsschutzstandards einzuhalten. Damit ist gewährleistet, dass insbesondere auch Hilfeplangespräche unter Einhaltung der Maßnahmen des Infektionsschutzes und in enger Abstimmung mit der zuständigen Führungskraft durchgeführt werden können. Auf Teilnehmende, die zu den Risikogruppen zählen, ist besondere Rücksicht zu nehmen.

Homeoffice / Telearbeit

Für Beschäftigte, die über einen bereits eingerichteten Homeoffice-Arbeitsplatz bzw. Telearbeitsplatz verfügen oder ihre Tätigkeiten unabhängig von technischer Unterstützung im Homeoffice verrichten können, sind nach Rücksprache mit dem/der unmittelbaren Vorgesetzten unter Beachtung der dienstlichen Belange die Möglichkeiten des Arbeitens von zu Hause wieder vorrangig zu nutzen. Sofern dienstliche Belange dem entgegenstehen, sollten Büros nach Möglichkeit nur einfach besetzt werden.

Doppelbesetzungen / Vertretungen

Vertretungen in kritischen Bereichen der Dezernate sind – sofern nicht mehr aktiv – zu reaktivieren, um zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebs die Handlungsfähigkeit von Arbeitsbereichen gegen personelle Ausfälle zu sichern. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass Vertreterinnen und Vertreter räumlich getrennt sind und möglichst keinen physischen Kontakt haben (z.B. A-und B-Teams). Soweit es die technische Ausstattung oder die Art der Arbeit es erlaubt, operiert dabei vorzugsweise ein Team aus dem jeweiligen häuslichen Umfeld.

Durchführung von Veranstaltungen

Veranstaltungen (z. B. Tagungen, Vorträge, Fortbildungen, Ausstellungseröffnungen, Messen etc.) sind nur in engem Rahmen, unter permanenter Beachtung der vorstehenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen sowie unter der Maßgabe einer lückenlosen Kontaktnachverfolgung möglich. Die landesrechtlichen Regelungen und vorgeschriebenen Hygiene-und Infektionsschutzstandards sowie die ggf. spezifische Regelungssituation vor Ort sind zwingend zu beachten. Bei der Abwägung ist auch der Kreis der Teilnehmenden und mögliche Risikogruppen einzubeziehen. Sollte die Einhaltung dieser Standards und Regelungen zum Beispiel auf Grund der örtlichen Verhältnisse nicht möglich sein, sind die Veranstaltungen vorsorglich abzusagen oder zu verschieben. Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmenden sind zudem durch den LWL-Direktor vorab zu genehmigen.

Vorstellungsgespräche

Vorstellungsgespräche sind nach Möglichkeit digital oder in hybriden Organisationsformen (virtuelle Zuschaltung von Teilnehmenden) durchzuführen. Sofern Vorstellungsgespräche mit physischer Präsenz durchgeführt werden, ist der Kreis der Teilnehmenden möglichst klein zu halten und auf die vorgeschriebenen Hygiene-und Infektionsschutzmaßnahmen zu achten.